Carlton St. Moritz
Alte Liebe neu entdeckt. In St. Moritz lässt es sich nach wie vor gut aushalten. Zum Beispiel im Hotel Carlton.
Text: Jon Christoph Berndt, Fotos: Stephan Rumpf

- Kalte Winterlandschaft. Aber drinnen: ein Wellnessparadies über drei Etagen und mit 1.200 Quadratmetern.
Das Hotel Carlton in St. Moritz ist inzwischen ein reines Suiten-Haus. Es ist außerdem das kleinste 5-Sterne-Hotel am Platz - mit einer Weltklasse-Terrasse. Was für ein Blick, die Berge kommen ganz nah, und tief da unten liegt die Räthische Bahnstation so hübsch wie bei Märklin, bloß in echt. Seit Kurzem ist sie Weltkulturerbe.
Im Carlton Hotel kann der Gast zwischen Chagall- oder Kandinsky-Suite wählen: Der Asconeser Carlo Rampazzi, Paradiesvogel und Lieblings-Designer des Besitzers, verwandelte die Räume in eine dem Rissischen entlehnte Sinnesreise zwischen Asien und Europa. Immerhin wurde das Haus Anfang des 19. Jahrhunderts als Sommerresidenz für Zar Nicolaj II. geplant. Wenn das auch, sagt der Concierge, nur ein PR-Gag war.

- Nur eine von vielen Suiten. Das Carlton St. Moritz ist ein reines Suiten-Haus.
Dazu ist alles derart kompromissfrei perfekt, dass der CEO der Werbeagentur Saatchi & Saatchi zu dem Schluss kam, er habe „noch nie ein so kundenfreundliches Zimmer gesehen“. Externe Gäste essen im Tschinè so leicht wie lecker, in dieser farbenfrohen Hommage an den Indian Summer. Man kommt gern zur blauen Stunde, vor dem Nachtskilauf am Corvatsch, dann ist das Licht wie Samt und Seide und „du kannst den Arm ausstrecken und den Berg anfassen“, sagt Hoteldirektor Bachofen. Das wirkt so wahr und herzlich wie er selbst im Anzug mit Nadelstreifen und den goldenen Carlton-Doppeladlerknöpfen.
Der Autor war verbrachte einige Wintertage in diesem und anderen Hotels in St. Moritz.
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Info
Carlton Hotel St. Moritz,
Tel. 0041/818367000,
www.carlton-stmoritz.ch





