Lüsongyuan-Hotel Peking - Ein traditionelles Gästehaus
Die Zeiten in Peking habe sich geändert, von der Altstadt ist nur noch ein kleiner Teil übrig geblieben, einige Traditionen haben sich aber gehalten. Zum Beispiel das Lüsongyuan-Hotel.
Text: Volker Häring

- Ein Stück Geschichte: Das Lüsongyuan-Hotel mitten in Peking wurde vor 200 Jahren erbaut - und diente unter Anderem Präsident Hu Jintao als Büro. Foto: Lüsongyuan
„Pijiu, Ergoutouuuuuuu!“ Der Ruf des Verkäufers auf seinem Lastenfahrrad dringt durch die Gassen Pekings. Die Zeiten habe sich geändert. Zu den gebliebenen Traditionen gehören auch die fliegenden Verkäufer, Brieftauben, die in niedrigen Bögen über der Altstadt kreisen, mit unter den Flügeln angebrachten Pfeifen.
Das Lüsongyuan-Hotel wurde vor zweihundert Jahren als Familienresidenz eines kaiserlichen Generals erbaut. In den 1980er-Jahren richtete der jetzige chinesische Präsident Hu Jintao hier sein Büro ein. Hu machte Karriere, und das Gästehaus wurde 1987 als Hotel neu eröffnet. Heute präsentiert es sich mit verwinkelten Innenhöfen, die mit viel Liebe begrünt und eingerichtet wurden.
Die Zimmer sind den architektonischen Gegebenheiten angepasst: Kein Raum gleicht dem anderen, vom kompakten Einzelzimmer bis zur opulenten Suite bietet das Lüsongyuan-Hotel so manche Überraschung. Auf den Gast wartet eine Oase der Stille, in der er sich für ein paar Tage wie ein chinesischer Mandarin fühlen kann.
Vor allem, wenn das Hotelrestaurant zum Abendessen im zentralen Innenhof Spezialitäten aus Nordchina und Sichuan serviert. Unter den den Hof umfassenden Wandelgängen tauchen rote Laternen den Hof in ein gedämpftes Licht. Auf traditionellen Bambusstühlen sitzen die Gäste bei klassischen Gerichten und genießen dazu chinesischen Grüntee. Die hektische Betriebsamkeit Pekings ist nur ein fernes, leises Rauschen.
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Info
Lüsongyuan-Hotel,
No. 22 Banchang Lane, 100009 Beijing,
Tel. 0086/10/64040436





