Zimmer mit Rolls
Peking ultrachic? Keine Ente! Das Peninsula macht's möglich und erweist sich im Millionen-Moloch als Oase für Genussreisende und fürs Big Business.
Text: Gerd Giesler

Der Airport Executive erwartet seinen Gast direkt am Flugzeug, und eskortiert ihn zum VIP-Ausgang wo der Strom der Reisenden abrupt abreißt. Er hört die eigenen Absätze auf dem kühlen Marmor klacken. Flinke Hände kümmern sich um sein Gepäck, während der leicht gestreckte Rolls-Royce Phantom vorfährt. Ein Chauffeur in Livrée mit goldenen Epouletten öffnet den Wagenverschlag, grüßt den Neuankömmling beim Namen, reicht gekühlte Tücher, die angenehm nach Pfefferminz duften. Aus dem Wageninneren tönt in gedämpfter Konzertsaal- qualität Tomasi Albinonis Adagio in G-Moll. Während die Koffer eingeladen werden, versinkt der Gast mit einem Seufzer in einer Mischung aus weichem Conolly-Leder und wohliger Vorfreude auf das, was jetzt kommt. 20 Millionen Menschen leben in der „Nördlichen Hauptstadt“ Chinas, eingefasst von sechs Stadtringen, der kleinste 40, der größte 190 Kilometer und mittendrin im Chaos, die Verbotene Stadt, der Platz des Himmlischen Friedens und eine Ecke weiter das Peninsula Hotel, wohin der Phantom wie auf Schienen gleitet.
Es gibt keine schönere Art des Ankommens, das hat auch schon Lawrence Kadoorie, das Oberhaupt jenes Familienclans, der heute noch über 50 Prozent aller Peninsula Hotels besitzt, vor über 40 Jahren gewusst, als er die bis dato größte Einzelbestellung bei Rolls-Royce tätigte und sieben spezielle Silver Shadows für sein Hongkonger Hotel in Auftrag gab.
Heute verfügt dieses über 14, Bangkok, Tokio und Peking über jeweils zwei Rolls-Royce, die von Sir Michael Kadoorie, dem heutigen Besitzer, liebevoll auf die Bedürfnisse des modernen Travellers abgestimmt wurden und die Flottenmanager Martin Oxley behütet. Heute schmücken sich Luxushotels mit der Edelautomarke. Zu Peninsula gehört Rolls-Royce seit vier Dekaden einfach dazu. Leise hat der Chauffeur via Bordtelefon die Ankunft avisiert. Ein Empfangskommittee geleitet den Gast zum Check-in direkt auf sein Zimmer im Executive Floor, umgeben von viel Mahagoni und warmen Karamell. Dampfender Tee, frische Blumen, Pralinen und ein handgeschriebener Willkommensgruß von Donald J. Harrington, dem GM, das ist Peninsula-Stil.

- Ein bisschen inspiriert von der Verbotenen Stadt, wenn auch stylisch interpretiert, so versteht sich moderne Palastarchitektur heute (Bilder: Giesler/PR)
Das Pekinger Haus ist nicht nur die moderne Reinkarnation des Kaiserpalastes, sondern auch die erste Adresse: ein Luxus-Tempel mit 525 Zimmern und Suiten, SPA, Pool, Lobbybar sowie zwei her- vorragenden Restaurants, der sich gleichermaßen fürs Genießer-Sightseeing eignen wie auch für glänzende Geschäfte. Tief ins Herz der Stadt führt die Peninsula Academy. Egal ob es ums traditionelle Kochen, Kunst und Privatsammlungen geht oder um eine Tour zur wilden, unrestaurierten Großen Mauer, das Peninsula bemüht stets absolute Profis, um in kürzester Zeit exklusivste Einblicke in das Peking von heute und damals zu vermitteln.
The Peninsula Peking:
Top sind die Deluxe-Zimmer im Clublevel mit Frühstück in eigener Lounge, Nachmittags-Kaffee sowie Cocktails und Snacks. Gebührenfreie Reservierung: Tel. 00/80030465111, www.peninsula.com. RR-Service zum Airport ca. 40 Minuten





