Aruba - glückselig unter dem Wind
Die Liebe zur Natur, den Menschen und den Tieren – das ist die Harmonie auf der Karibik-Insel Aruba. Die "Insel unter dem Wind" liegt wenige Kilometer vor der Küste Venezuelas. Nur selten verirrt sich ein Hurrikan hierher. Daher der Name.
Text: Hans Christian Meiser

- Romantik pur: Candlelight Dinner im The Old Man & The Sea. Foto: Gerd Giesler
Nur 30 Kilometer lang und 9 Kilometer breit ist Aruba, das über einen „status aparte“ verfügt, was bedeutet, dass die Insel zwar zum niederländischen Königreich gehört, aber dennoch selbstständig ist. Holländisch geprägt ist die Hauptstadt Oranjestad, sowohl durch ihre Häuser im Kolonial- oder Zuckerbäckerstil als auch durch die Tatsache, dass nahezu ein jeder Bewohner Holländisch spricht – neben Englisch, Spanisch und dem wohlklingenden Papiamento, einer Mischung aus den eben genannten Sprachen und afrikanischen Dialekten. „One happy island“ – unter diesem Motto wird die Insel weltweit bekannt gemacht, mit dem Resultat, dass jährlich über eine Million Touristen (bei 107.000 Einwohnern) Aruba besuchen. 60 Prozent von ihnen kehren wieder. Woran das liegt? Am ganzjährig schönen Wetter (360 Sonnentage bei 24–29 Grad Celsius Durchschnittstemperatur), an den Direktflügen aus Europa und Amerika, an den Wassersport- und Tauchmöglichkeiten, an den Golfplätzen (9- und 18-Loch), an den neun Casinos, in denen man bei freiem Eintritt und freier Getränkewahl sein Glück machen kann, am zollfreien Einkaufen, an den kosmopolitischen Hotels, die sich in „High Rise“ und „Low Rise“ aufteilen.

- "One happy island" - unter diesem Motto wird die Insel weltweit bekannt gemacht. Besonders happy ist man am "Eagle Beach". Foto: Gerd Giesler
Ewald Biemans, vielfach ausgezeichneter Hotelfachmann aus Österreich, wusste vor zwei Jahrzehnten, als er sich hier niederließ und das Resort eröffnete, dass es wohl kaum einen geeigneteren Platz in der Karibik gibt, an dem er seinen genussvollen Traum wahr machen konnte. Und somit ist das Bucuti heute eine der Top-Destinationen für Verliebte, gleich welchen Alters. Damit diese nicht von der Liebe abgelenkt werden, finden sich hier keine Kinder; die einzigen kleinen Lebewesen, denen viel Zuneigung geschenkt wird, sind die Meeresschildkröten, deren Nester am Eagle Beach besonders gekennzeichnet sind und deren Schlüpfen ein alljährliches Spektakel bedeutet. Spektakulär ist die Natur auf Aruba ohnedies. Man kann sie hautnah an der Küste erleben oder im Nationalpark, auf den Aloe-vera-Feldern, beim Segeln, Schnorcheln und Tauchen. Letzteres ist zwar nicht ganz so grandios wie auf der Nachbarinsel Bonaire (deren Tauchreviere durch Hans Haas berühmt wurden, ebenfalls ein Österreicher!), aber dennoch gibt es spektakuläre Reviere mit korallenbesiedelten Schiffs- und Flugzeugwracks, sowie wunderschöne Riffe mit buntem Unterwasserleben.
Golf auf Aruba: ein Kampf mit oder gegen den Wind
Divi-Divi-Bäume sind das Wahrzeichen der Insel. Sie finden sich auch auf den beiden Golfplätzen. Der 9-Loch-Platz Divi Links liegt direkt im Divi Village Golf & Beach Resort, und ist sehr schön, wenngleich auch nicht spektakulär zu spielen. Das ist dem 18-Loch-Platz Tierra del Sol vorbehalten, ein Championship Course, der von Robert Trent Jones Jr. angelegt wurde. Elementar im Wortsinne wird hier das Spiel. Selten, dass die Herausfor derung des Spiels mit oder gegen den Wind so groß ist und selten, dass sich dies letztlich doch harmonisch gestaltet, was vermutlich auch an den wunderschönen Golfvillen liegt, die man hier kaufen oder mieten kann.
Zu den Highlights der Inseln gehören auch drei Restaurants, die unterschiedlicher nicht sein könnten: The Old Man & The Sea, direkt am Meer gelegen, ist der ideale Rückzugsort für alle, die es romantisch mögen. Zu empfehlen: der Mahi Mahi (eine Goldmakrele) auf Polenta, dazu ein Gläschen chilenischen Chardonnays. Eher familiär geht es im Papiamento Restaurant zu, das in einem tropischen Garten mit Swim ming pool liegt und mit einer Spezialität aufwartet: Der Gast erhält eine heiße Steinplatte, auf der er Fisch oder Fleisch selbst zubereiten kann. Für musikalische Unterhaltung sorgen hier einheimische Sänger und Bands. Gänzlich international wird es dann im L.G. Smith Steak & Chop Restaurant, das mitten in der Stadt im Komplex des Renaissance Resort & Casino mit großartiger Küche aufwartet. Hier hat man fast eine ganze Stadt für sich, mit 559 Zimmern, drei Pools, 15 Restaurants, 6 Bars, 100 Geschäften, 6 Kinos, einer Privatinsel (mit dem Boot vom Hotel aus zu erreichen, aber nicht wirklich zu empfehlen; sie wirkt künstlich, ist überfüllt und liegt fast direkt an der Landebahn des Flughafens).
Schon sehnt man sich ins Bucuti bzw. die Tara-Suites mit den insge samt 104 Zimmern, Suiten oder Penthäusern zurück. Im Pirates’ Nest frühstückt, luncht oder diniert man unter weißen Segeltüchern oder unter Palmen und weiß, dass die Karibik zusammen mit dem Indischen Ozean und der Südsee zu jenen Orten der Welt zählt, an denen sich die Glückseligkeit schon bei der Ankunft über den Gast legt, sodass er mit einem Mal alle Schwere und alle Sorgen los ist.
Info Aruba
Bucuti & Tara Beach Resorts,
Eagle Beach, Aruba
Tel. 00297/583/1100,
www.bucuti.com
Renaissance,
L.G. Smith Boulevard 82,
Oranjestadt, Aruba,
Tel. 00297/583/6000,
www.renaissancearuba.com
The Links at Divi,
J.E. Irausquin Boulevard 41,
Oranjestadt, Aruba,
www.divigolf.com
www.diviresorts.com
Tierra del Sol,
Caya di Solo 10, Aruba,
Tel. 00297/586/7800,
www.tierradelsol.com
The Old Man & The Sea,
Tel. 00297/735/0840,
Dinner: 17.30–22.30 Uhr,
www.theoldmanandthesearestaurant.com
Papiamento,
Tel. 00297/586/4544,
Dinner: 18–22.30 Uhr,
Aloe Vera Museum,
Pitastraat 115,
Oranjestad, Aruba,
Tel. 00297/588/3222,
www.arubaaloe.com
Spa del Sol,
Manchebo Beach Resort,
J.E. Irausquin Boulevard 55, Aruba,
www.manchebo.com
Aruba Tourism Authority,
Vertretung in Deutschland:
Tel. 02151/7478939,
www.aruba.de
Aruba erreicht man am besten von Amsterdam aus.
Martinair fliegt täglich, die KLM zwei Mal die Woche. Martinair hat keine Businessclass, sondern nur eine Comfortclass, deren Stuhlreihen 10 cm größeren Sitzabstand aufweisen als die der Economyclass. Es gibt zudem einige sehr geräumige Sitze, die man durch Zahlung von 50 Euro erhalten kann. Die Preise der Martinair sind ca. 30% günstiger als bei KLM. Beim Hinflug gibt es einen Zwischenstopp in der Dominikanischen Republik, beim Rückflug geht es über Curaçao.





