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Auf kulinarischen Pfaden im Engadin


Capuns, Maluns und Pizokels: So sinnlich schmeckt der Bergsommer. Sonne, Bergluft und das einmalige Alpenaroma machen jedenfalls Appetit aufs Engadin.

 

Text: Hans Schloemer

 

Sommer in St. Moritz. Das bedeutet schlendern im Ort, Gipfel erklimmen, am See entspannen, mit dem Cabrio verschlungene Bergwege entlangheizen. Foto: swiss-images.ch

Seien wir ehrlich: Das Schönste an einer Wanderung ist immer noch die Einkehr. Die innere Einkehr selbstverständlich auch, erst recht in Anbetracht der fast kitschig schönen Natur des Engadins. Der Himmel scheint zum Greifen nah, das Seenplateau glitzert im hellen Licht, die Arvenwälder riechen nach frischem Harz, und in den Dörfern strecken die Häuser ihre markanten Fassaden der Sonne entgegen und können gar nicht genug von ihr kriegen. 

Von Krautwickeln und gekochten Kartoffeln

Aber auch so ein Berggasthof kann ungemein inspirierend sein. Ein Bier und einen Weißwein, bitte. Und die Speisekarte. Aha! Capuns, Maluns, Pizokels … Wie noch mal? Kapaun? Da strahlt die junge Bedienung wie frisch erblühtes Edelweiß und klärt geduldig auf: „Aber Capuns sind doch Kraut­wickel! Mangold mit Gemüse und Fleisch. Maluns werden aus gekochten Kartoffeln gemacht, geraffelt und mit Mehl in Butter geröstet. Dazu passt ein schönes Stück Alpkäse!“ Und Pizokels? „Eine Mehlspeise, den Spätzli oder Knöpfli recht ähnlich. Und sehr zu empfehlen …“ Natürlich haben wir alle drei Gerichte probiert. Und waren hinterher satt und glücklich wie die Murmeltiere.

 

Wer sich selbst davon überzeugen möchte, dass das Engadin nicht nur für seine unvergleichliche Berglandschaft, sondern auch für seine Spezialitätenküche gerühmt wird, der wandert am besten auf der „Via Gastronomica“ im Corvatsch-Gebiet. Denn nach jeder Etappe wartet ein anderer Menü-Gang. Dabei kann man ganz nach Gusto ausschreiten: Die Via Gastronomica offeriert verschiedene „Gänge“ von unterschiedlicher Länge.

 

Exquisit wohnen: Hier im luxuriösen Kulhotel St. Moritz geht das wunderbar. Foto: Kulmhotel

Der kürzeste Weg führt in anderthalb Stunden von der Bergstation Furtschellas, wo im La Chüdera je nach Tageszeit ein deftiges Frühstück oder eine Gerstensuppe serviert wird, über Marmoré hinunter ins Fextal, wo im Crasta nahrhafte Haupt­speisen warten. Soll die Tour noch mit Gipfelblick und glasklaren Alpseen garniert werden, geht es in vier Stunden via Lej Sgrischus und über den Piz Chüern ins Fextal hinunter.

 

In Platta lockt dann die charmante Pension Chesa Pool mit ihren unwiderstehlichen Süßspeisen. Einfach genial ist die Heidelbeertorte. Danach muss man sich nur noch den wildromantischen Schluchtenweg nach Sils hinunterschleppen. Zum Glück braucht es dazu bloß eine halbe Stunde.

 

Im Engadiner Sommer treibt es einen halt unweigerlich hinaus in die berauschende Natur: zu Fuß durch Täler, mit Inlineskates den Inn entlang, hoch zu Pferd über die Ebene, mit dem Mountainbike auf die Trails. Oder bequem in einer schicken Karosse.

 

Gipfelsturm ganz nach Gusto

Wer Gast in einem der großen, legendären Hotels der Region wie im Kulm Hotel St. Moritz ist, kann in einem Porsche 911 Cabrio, Aston Martin V8, Ferrari California oder Mercedes SLS die Gebirgswelt erkunden. Ein Audi Cabrio darf man sogar gratis für Ganztagestouren nutzen, Ausflugsvorschläge inklusive.

 

Damit fährt es sich auch gut zum British Classic Car Meeting in St. Moritz, das in diesem Jahr vom 8. bis 10. Juli stattfindet. Gemächlicher geht’s mit der Rhä tischen Bahn. Diese Zugstrecke beeindruckt derart mit Nostalgie und Charme, dass sie ins UNESCO-Welterbe aufgenommen wurde. Während das Bähnlein allerliebst dahinzuckelt, kann man sich geradezu trunken sehen an der malerischen Bergwelt und dem magischen Licht, das ganze Heerscharen von Dichtern und Malern inspiriert hat. 

 

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  • Re:

    Slam dunkin like Shaquille O\'Neal, if he wrote informative artclies.

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