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Bali: wo Traditionen und Zeitgeist verschmelzen


Bali wird „Insel der Götter“ genannt, und das aus gutem Grund: Kaum ein anderer Ort empfängt Reisende mit einer so verführerischen Mischung aus Tradition und Zeitgeist, aus fernöstlicher Exotik und westlichem Komfort.

  

Text: Patricia Engelhorn

  

Traditionen werden auf Bali hoch gehalten: Wie hier in der Landwirtschaft mit den terrassenartigen Feldern

Sonnenuntergang am Seminyak Beach. Auf der Terrasse des Strandrestaurants Ku dé Ta ist jeder Liegestuhl besetzt. Es „ploppt“. Und gleich schon wieder. Gekonnt und nicht allzu leise wird Champagner entkorkt. Die Kellner haben Übung, schon am Spätnachmittag werden die ersten Flaschen bestellt. Der DJ dreht die Musik lauter, der Himmel färbt sich purpurrot, der kilometerlange Strand glänzt golden im Abendlicht. Ein paar Jogger ziehen vor­bei, Kinder plant­schen im Meer. Weiter hinten wird eine Taufe zele­briert, ein ganzes Dorf hat sich am Strand versammelt. Ungestört vollziehen die Bali­nesen ihre mys­tischen Ritu­ale und hinterlassen einen Blütenteppich, ein paar Opfergaben und den Duft von verglühten Räucherstäbchen. 

  

Einsame Strände, antike Tempel und bunte Märkte

Bali präsentiert sich gern als Urlaubs-Domizil für den internationalen Jetset.

Das ist Bali: eine perfekte Kombination aus Tradition und Zeitgeist, aus lässigem Strandleben, gelebter Hindu-Kultur und grandioser Natur. Die „Insel der Götter“ bietet einsame Strände, terrassenförmig angelegte Reisfelder, Berge und Regenwälder, antike Tempel und Paläste, die bunten Märkte von Gianyar und Klungkung und nette Dörfer wie Sanur oder Nusa Dua mit guter Infrastruktur und beinahe westlichem Lebensstil.

  

Seminyak ist der Treffpunkt der Schickeria. In den Stra ßen hinter dem Endlos-Strand ist ein attraktiver Mikrokos mos mit Restaurants und Bars entstanden. Ganz gleich, ob man Lust auf ein paar Schuhe, ein romanti sches Dinner oder auf eine lässige Strandbar hat – hier wird man es finden.

  

Bali: Auch ein Tipp für Kulturfreunde

Kulturfreunde kommen in Ubud auf ihre Kosten. Neben Tempeln und Palästen prägen zahlreiche Galerien und Läden mit einheimischem Kunsthandwerk das Straßenbild. Frühaufsteher erleben das Künstlerstädtchen von seiner schönsten Seite: Am Morgen ist Ubud fast menschen leer, die Händler auf dem Markt sind noch für einen „early morning price“ zu haben, und in den vielen Cafés kann man in Ruhe einen Cappuccino trinken. 

  

Später wird Ubud gerne voll. Kenner verziehen sich dann und verbringen den Tag am Strand von Jimbaran. Das kleine Fischerdorf wirkt verschlafen, nur an der sichelförmigen Bucht ducken sich ein paar Luxushotels zwischen üppig grünen Casuarinen. Man döst im Schatten eines Son­nen­schirms, lässt sich von einer der vorbeiziehenden einheimischen Frauen massieren und taucht hin und wieder in die türkisfarbenen Fluten des Indischen Ozeans.

 

Erst am Abend belebt sich der Strand. Seitdem ein paar smarte Ba­linesen Holztische in den feinen Sand und ihre Grillöfen direkt dahinter gestellt haben, gilt Jimbaran als Hotspot für ein lässiges Candlelight-Dinner. Man geht in die „Küche“, sondiert das Angebot an Langusten, Snappern und Riesengarnelen und bespricht mit dem Koch die Zubereitung. Dann setzt man sich an einen freien Tisch, steckt die Füße in den Sand und genießt die maritimen Köstlichkeiten bei Meeresrauschen und Kerzenschein.

 

Bilder: getty images (2), dpa picture alliance, corbis (2), Diagentur 

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