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Der Gardasee und seine Weine

Italien beginnt eigentlich erst, wenn zwischen schroffen Bergflanken und den mit Reben und Olivenbäumen begrünten Hängen der Gardasee auftaucht. Nicht zuletzt die hervorragenden Weine machen den See zu einem Traumziel.

 

Text: Helga Baumgärtel

 

Zwischen Alpen und Poebene, etwa 65 m über dem Meeresspiegel, liegt der Gardasee: Urlaubsregion, Weingegend, Traumziel. Foto: Ampfinger


1786 zollte Goethe dieser Landschaft, ihren Weinen und dem Essen literarisch Lob. Ganz besonders hatten es ihm die Lachsforellen aus dem See angetan, die in vielen Fischrestaurants auch heute noch auf der Speisekarte stehen.

 

Wie im Piccolo Mondo an der  Mauer der alten venezianischen Festung von Peschiera del Garda. Hier wird seit über 50 Jahren köstlich-frischer Fisch serviert. Zubereitet in der offenen Küche, vor den Augen der Gäste. Und was trinkt man dazu? Na klar, einen Lugana. Den würzig-aromatischen Weißen, voller Blüten- und Fruchtaromen, der weit über die Landesgrenze hinaus eine Fan-Gemeinde hat.


Lugana, Bardolino, Chiaretto, Amarone – die Weine von den sonnenverwöhnten Hügeln rund um den Gardasee bis hinüber nach Verona sind unverwechselbar. Foto: Andreas Achmann

Eine Weinrundreise für Genießer

Eine besondere Qualität – und das in aparten Künstler-Flaschen – gibt es in Sirmione im Weingut Ca’ dei Frati. Auf 120 Hektar Rebfläche produziert hier die Winzerfamilie Dal Cero außergewöhnliche Gewächse. Schon der einfache „Lugana I Frati 2009“ (zu 9,80 Euro) mit feinem Aprikosenduft ist nicht nur ein sommerlicher Hochgenuss. Das Spitzengewächs, der „Brolettino Lugana 2008“, 10 Monate in der Barrique gereift, kriegt in großen Jahren sogar vom Gambero Rosso die Top-Auszeichnung der drei Gläser (13,85 Euro). Beide Weine sind in Deutschland erhältlich beim Weinwerk in Fürth, Tel. 0911/7417141, www.weinwerk.de

 

Nur wenige Kilometer weiter, und wir landen im Agli Angeli, hoch über dem See im malerischen Gassengewirr von Gordone, gleich neben der viel besuchten einstigen Villa des Dichters Gabriele d’Annunzio. Die „Engel“ sind ein gemütlich-bodenständiges Restaurant mit Fischgerichten wie Pasta mit Räucheraal oder auch Wolfsbarsch mit Steinpilzen in der Folie.

 

Geführt werden die Engel von zwei Schwestern – Patrizia und Elisabetta. Dazu gehört eine Locanda mit 16 liebevoll eingerichteten Zimmern. Das kleine zauberhafte Hotel hat viele Stammgäste und ist – leider – in der Hochsaison oft aus­gebucht.

 

  

Ins Reich des Bardolino

Jenseits des Südostufers, im 6.000-Einwohner-Städtchen Bardolino, wächst das rote Pendant des Lugana, der frische, spritzige, rubinrote Bardolino heran. Ein sommerliches Leichtgewächs. Zum Shooting-Star geworden ist sein rosiger Bruder, der „Chiaretto“, dem man Anfang Juni den „Palio del Chiaretto“ widmet, drei Tage Festlichkeiten mit Musik, Tanz und natürlich viel, viel Wein. 

 

Eines der ältesten und angesehensten Weingüter ist die Casa Vinicola Sartori. Und von ihr kommt der „Bardolino Classico DOC 2009“. Ein rubinroter Wein, nach Kirschen und Pflaumen duftend, samtig und weich. Der „Bardolino Chiaretto 2009“ ist ein frischer, körperreicher Rosé, der Erdbeer-Aromen besitzt und einen Hauch von Frühling verbreitet. Beide Weine sind für je 7,40 Euro bei Le Gourmet Weine in München erhältlich, Tel. 089/37916300, www.legourmetweine.de

 

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  • Re:

    Hahahaha. I\'m not too birght today. Great post!

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