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Fröhliche Tropen


Ruhe, Harmonie und Schönheit und das Leben im Einklang mit der Natur machen die Seychellen zu Reisezielen der Sehnsucht.

 

Text: Hans Christian Meiser, Fotos: Gerd Giesler

  

Jede der 16 Villen verfügt über einen privaten Pool mit Blick auf den Indischen Ozean.

Frégate Island

Einen Reisebericht wie diesen zu schreiben, ohne darin die Worte Luxus, Paradies oder Traumurlaub zu verwenden, ist nicht einfach. Dennoch habe ich es mir vorgenommen, denn ich bin der Ansicht, dass die­se Klischees viel zu oft bedient werden. Also denken Sie sich, liebe Leser, bei den folgenden Zeilen Worte dieser Art einfach hinzu – und ich bin sicher: Auch ohne sie entsteht in Ihnen ein Bild, das der Wirklichkeit entspricht und auf unseren Fotos auch zu sehen ist. 

 
Von „Traurigen Tropen“ – so der Titel eines Buches des Anthropologen Claude Lévi-Strauss, allerdings über Brasilien – kann nicht die Rede sein, wenn man von den Seychellen spricht. Im Gegenteil. Die Bevölkerung des 116-Inseln-Staates im Indischen Ozean versprüht eine Lebensfreude, die auch den Besucher aus kälteren Gefilden rasch überkommt, hat er sich erst einmal akklimatisiert. Gleichzeitig ergreift ihn ein Laissez- faire-Gefühl, das für jede Art der Erholung unabdingbar ist. In der Vorfreude auf diese besteigt er am Flughafen der Haupt­insel Mahé die kleine Twin Otter und fliegt im Morgendunst in nur 15 Minuten zur Privatinsel Frégate Island, die ein deutscher Unternehmer für 99 Jahre vom Staat geleast hat. Sanft setzt die Maschine auf der Graspiste auf, und schon findet man sich in einem Öko-Retreat wieder, das alle Anforderungen des verwöhnten Reisenden nicht nur erfüllt, sondern diese sogar noch übertrifft.

  

16 Villen mit Privat-Pool und Meerblick

Auch vom licht- und luftdurchfluteten Schlafzimmer schaut man aufs Meer und die ungestörte Natur.

16 Villen mit je mindestens 200 Quadratmeter Grundfläche erwarten den, der absolute Ungestörtheit sucht. Das ist das Konzept des Resorts: Auch wenn alle Unterkünfte voll belegt sind, begegnet man anderen Gästen selten. Das liegt einmal daran, dass die Villen völlig uneinsehbar sind, wobei man selbst einen unvergleichlichen Meerblick genießt. Ein weiterer Grund: Man kann alle Mahlzeiten dort einnehmen, wo man möch­te. Entweder in der Villa oder an deren riesigem Überlaufpool mit Blick auf den Horizont; oder an einem der Postkarten-Strände (z.B. Anse Macquereau, der für die „New York Times“ zu den schönsten der Welt gehört); oder 17 Meter über dem Boden in der Krone eines Banyan-Trees; oder im alten Plantation-Haus in kolonialem Ambiente; oder im schicken Yacht-Club; oder am Aussichtspunkt Clacis Cerf; oder natürlich im Frégate House Restaurant, wo Charles Lefebvre, ein Schüler von Alain Ducasse, die raffiniertesten Gerichte in einem Crossover von mediterraner, asiatischer und kreolischer Küche zaubert.

Ein Höhepunkt: Das Treffen mit James

Fast alle Zutaten stammen von der Insel selbst: Fisch, Gemüse, Salat. Dafür sorgt ein spezielles Programm, das der ökologischen Vielfalt des Eilands dient. Nicht nur Kokospalmen sollen sich hier entfalten, sondern alles, was in der Gegend heimisch ist, von Frangipani bis zu Ylang-Ylang, von Mango bis zu Maracuja. Einen Höhepunkt bildet die Begegnung mit James, der über 200 Jahre alten Riesenschildkröte, die hier schon lebte, als die Inseln für die französische Krone eingenommen und nach dem Finanzminister Ludwigs XV., Jean Moreau de Seychelles, benannt wurden. Auch den Wasserschildkröten geht es hier besonders gut. Am Grand Anse kann man beobachten, wie sie sich den Strand hinaufmühen, um ihre Eier in den warmen Sand zu legen.

Frégate Island, das seinen Namen von den majestätischen Tropenvögeln hat, ist ein Ort, an dem die Seele ihren natürlichen Rhythmus wiederfindet; dafür sorgt gewiss auch der persönliche Butler, der einem rund um die Uhr zur Verfügung steht und alle Wünsche erfüllt. Wir hatte die Freude, von Albert betreut zu werden, der aus Kenia stammt, Deutsch spricht und einen tatsächlich mit „Morgenstund’ hat Gold im Mund“ begrüßt oder – wenn man wieder in die heimatliche Hektik verfallen möchte – sanft ermahnt: „Eile mit Weile!“ 

  

Grandiose Natur

Willkommen am Privatstrand.

Auch wenn die Insel nur drei Quadratkilometer misst, so gibt es hier alles, was dazu beiträgt, seine Ganzheit wiederzufinden: ein Spa mit hervorragenden balinesischen Therapeutinnen; einen Gym mit erstaunlichem Aus­blick auf die Granitfelsen; wunderschöne Spaziergänge durch die grandiose Natur, wobei man Vögel beobachten kann, von denen es nicht mehr als 300 Exemplare gibt; Schwimmen am Privatstrand („Beach occupied“ kann man per Holzschild anderen Gästen vermelden); Relaxen am villaeigenen Pool mit Tagesbett und Jacuzzi; Ausflüge zu den Nachbarinseln; Besuch des größten Weinkellers auf den Seychellen; Tennis unter Palmen; Tauchen oder Schnorcheln am Riff; Robinson-Feeling auf einem Stück des Urkontinents Godwana, der einst Südamerika, Af­rika, Indien und die Antarktis miteinander verband. 

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  • Re:

    BION I\'m ipmrsesed! Cool post!

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