Golf-Hopping de luxe

Anspruchsvolles Grün finden Golfliebhaber weltweit. Doch es gibt nur wenige Plätze und Golf-Resorts, die den Zusatz „legendär“ verdienen. Wir stellen Ihnen die großen Golf-Courts vor, die einmalige Geschichten erzählen und so exklusiv wie nur wenige andere sind.
Text: Fred Baumgärtel
Für Golfer, die glauben, dass sie schon alles gesehen haben, gibt es etwas Neues: fünf Tage, fünf Superplätze, vereint auf einer Rundreise der Extraklasse. Das Abenteuer beginnt am Flughafen Stuttgart – Abflug mit dem Privatjet Dornier 328, eine Stunde später Ankunft am Golfclub St. Moritz-Samaden, dem höchsten und ältesten Golfclub der Schweiz (gegründet 1893). 18 Löcher mit einer unglaublichen Aussicht über die Berglandschaft des Engadins. Weiterflug nach Cannes-Mandelieu und zum Four Season Resort Terre Blanche im Herzen der Provence. Am nächsten Vormittag 18 Löcher auf einem der Plätze. Und weiter geht es: Zwei Stunden später landet der Privatjet in Palermo. Hier warten zwei Tage Aufenthalt im Verdura Golf & Spa Resort und auf dem sagenhaften 18-Loch-Superplatz, entworfen von Kyle Phillips. Zwei Flugstunden später: Hotel Mandarin Oriental in Genf. Am nächsten Morgen warten bereits 18 Löcher auf dem nicht allzu leichten Domäne Imperial Golfclub, direkt am See. Im Anschluss wartet schon der Privatjet für den Rückflug nach Stuttgart. Fünf Tage sind wie im Flug vergangen. Kreuzflüge, Hotelaufenthalte, Verpflegung und viele Annehmlichkeiten, die diesen extravaganten Golfausflug zum Luxus machen, sind im Reisepreis enthalten.
Dieser einzigartige Luxus hat natürlich seinen Preis: 11.490 Euro pro Person im Doppelzimmer. Vom 5. September bis 9. September 2011. Buchbar bei Hapag-Lloyd Kreuzflug, lassen Sie sich in Ihrem Reisebüro beraten. www.hl-kreuzfluege.de
The Phoenician

Aus Lautsprechern hinter Büschen verborgen perlt klassische Musik. Leise surren die Motorwagen zum Abschlag. Die Fairways gleißen im Morgenlicht. Kein Halm des täglich zweimal manikürten Rasens, der es wagen würde, anders als in die vorgegebene Richtung zu wachsen. Die 27 Löcher des Phoenician in Scottsdale atmen, wenn auch etwas lauten, Reichtum. Für 189 US-Dollar Greenfee gibt es wunderschöne Spielbahnen mit Blick auf das Gebirge, vorbei an blühenden Büschen, wo kleine Tafeln vor Klapperschlangen warnen, daneben Teiche, gepflegte Bunker. Hier gibt es alles, wovon Golfspieler träumen, wenn auch etwas protziger. Das Clubhaus prahlt mit einer Eingangshalle in der Größe eines Hauptbahnhofs, 600 Zimmer, zehn Restaurants, sieben Swimmingpools, alles vom Feinsten. Mit Zimmerpreisen um 300 US-Dollar, Präsidentensuite auf Anfrage. Charles Keating, der Mann, der dieses Wunderwerk der Luxus-Hotellerie schuf, wohnt schon lange nicht mehr in seiner Suite. Der Finanzjongleur hatte ein paar Milliarden Dollar fremder Leute Geld auf die Seite geschafft und damit unter anderem für 300 Millionen The Phoenician gebaut und mit chinesischen Seitentapeten und echten holländischen Meistern aufgerüstet. Viele Jahre bewohnte er deshalb eine 15-Quadratmeter-Zelle im State Prison im nahen Tucson. www.thephoenician.com

The Breakers
Palm Beach, das Paradies des reichen Amerikas, war einstmals eine unbekannte Insel, die durch den Eisenbahnkönig Henry Morrison Flagler auf die Landkarte gebracht wurde. Der baute Ende des 19. Jahrhunderts eine Eisenbahnlinie von New York hinunter nach Florida, und weil er dringend Passagiere – möglichst reiche – brauchte, baute er ein Hotel: The Breakers, das auch heute noch zu den großen Prachtbauten der Hotellerie zählt. Auf 140 Hektar, direkt am Meer, verteilen sich 540 Zimmer – jedes um 500 US-Dollar die Nacht. 1.800 Angestellte, neun Restaurants und zwei eigene Golfplätze zeichnen das Dorado für Golfliebhaber aus. Bei einem Greenfee von 190 US-Dollar. Das Hotel im Stil eines italienischen Renaissance-Schlosses ist der Darling des reichen Amerikas. Wobei die Gäste aus den Familien der großen Namen – die Kennedys, die Fords – leicht zu erkennen sind: Man fährt, heißt wird gefahren, im alten Rolls. Ferrari fahren nur die Neureichen. www.thebreakers.com





