Suche Reise





laedt
Alle Eingaben löschen

Social Web

 

 

 

Verlosung

Gewinnen Sie 2x2 Erlebnisflüge am Steuer eines Passagierjets im originalgetreu nachgebauten Flugsimulator von iPILOT weiter

Newsletter

Abonnieren Sie jetzt den Diners Club Destinations Newsletter! weiter

Im Garten des Sultans


Minimalistische Opulenz: The Chedi und der Al Bustan Palace in Omans Hauptstadt Maskat.

 

Text: Gerd Giesler

  

Die Wassergärten des alten Omans standen Pate für die Wasserspiele im Chedi. Es mutet magisch an, wenn Hunderte Laternen in der blauen Stunde zum Lustwandeln verführen

In der nach ihm benannten Moschee in der Hauptstadt Maskat vereint Qabus bin Said, Sultan von Oman, zwei Superlative quasi übereinander. Das eine, das es ins Guinness Buch der Rekorde geschafft hat, ist der weltgrößte frei hängende Kronleuchter, ein acht Tonnen wiegendes Swarovski-Ungetüm. Das andere breitet sich wie zum Schutz direkt da­runter aus: der größte aus einem Stück handgeknüpfte Teppich der Welt. Kein fliegender Teppich – dazu ist er wohl zu schwer –, doch wandert das gute Stück mit einer Beharrlichkeit gen Osten, dass die Ordnungshüter der Moschee mit zig Schrubbern bewaff­net den Teppich in schöner Regelmäßigkeit in seine alte Form „zurückbügeln“ müssen. Schuld an der vermeintlichen Hadsch nach Mekka sind die Gläubigen selbst, oder vielmehr ihre Knie, die ihn bei jedem Gebet Stück für Stück vorantreiben.

  

Das Füllhorn des Sultans

Öl, Gas und Raffinerien manifestieren den Reichtum des als sehr ursprünglich und landschaftlich unberührt geltenden Sultanats, dessen Herrscher seit 40 Jahren regiert und der eher nach einer ästhetischen, gewinnbringenden Verbindung zwischen Tradition und Moderne strebt als nach Ski-Hallen oder Wolkenkratzern in der Wüste. Das sieht man auch am The Chedi. Ein ausgesprochen bemerkenswertes 5-Sterne-Hotel, natürlich auf Sultans-Grund gelegen, das dieser Maxime gekonnt Rechnung trägt. Wenig spektakulär die Anfahrt direkt hinter Maskat. Da haben es Mitbewerber wie das Al Bustan Palace oder das in einem Wüstenfjord gelegene Shangri-La Hotel einfacher. Doch sobald man den freundlichen Türsteher in blütenweißer Dischdascha und silberzisiliertem Khanja, dem Krummschwert am Gürtel, passiert hat, betritt man eine kühle Oase zwischen dem bleiernen Meer und dem ausgeglühten roten Rücken des Hajjar-Gebirges, die allen Stress der Welt vergessen lässt.


The Chedi – eine Oase zwischen Strand und Bergen

Die Lobby gleicht einem weihrauchgeschwängerten Wüstenzelt mit Liegestatt, Kissenbergen und Laternen. Die prachtvollen Wassergärten des alten Omans, Zeichen des Reichtums der Emire, dienten als Anleihe für die Gartenanlage, wurden aber gekonnt übersetzt in eine eher minimalistisch-dekorative Form mit abends illuminierten Wasserbecken, einem schwarzen Pool unter futuristischen Beduinensegeln und einem Überlaufpool, gesäumt von Säulen auf Meeresspiegel. Den von Dattelpalmen und Papyrusgras eingefassten Strand, an dem Beachboys Eiswasser mit Minzeblättern zur Erfrischung reichen, hat der deutsche Hoteldirektor York Brandes gerade mit einem Spa-Pavillon und einer schattigen Liegewiese erweitern lassen, denn das Meer bietet mit seinen 28 Grad kaum Abkühlung.

  

Fernöstlich-meditative Ruhe

Deluxe Room im The Chedi Muskat

Die Zimmer im Chedi strahlen fernöstlich-meditative Ruhe aus. Besonders empfehlenswert sind die Deluxe Club Rooms mit kostenloser Minibar, iPod und direktem Zugang zur Bibliothek, einer Art Club im Club, mit eigenem Patio, in dem Frühstück, Nachmittagstee und zum Sundowner Champagner und Austern serviert werden. Weder im Hauptrestaurant mit Pianospieler und gläserner Showküche noch im offenen, von Feuerschalen erleuchteten Seafood-Restaurant am Meer gibt es Buffets oder Halbpension. Das macht das Dinieren im Chedi zwar etwas teurer, aber umso festlicher.

 

Auch im Orient beginnt man sein Mahl im 21. Jahrhundert mit Olivenöl, Brot und diversen Salzen – hier hawaiianischer und französischer Provenienz. Zugegeben, die Speisekarte könnte bei einer Woche Aufenthalt mehr Auswahl bieten, doch gibt es sogar einen original italienischen Pizzaofen, und Benjamin Rambaud, der französische Patisserie-Chef, sorgt nicht nur für morgendliche Pfannkuchen, Baguette und hausgemachte Marmeladen, sondern auch für Sorbets, Eis und feine Desserts, die trotz Hitze einfach unwiderstehlich sind. So wie der Oman mit seinen 1.000 Facetten. Wer mit der Hotel-Segelyacht entlang der Küste nach Muttrah zum alten Souk und dem Al-Ahlam-Palast segelt, taucht ein in diese Vielfalt aus 500 Jahren Geschichte und lernt eine Fülle kennen, die man in diesem kargen Wüstenstaat einfach nicht vermutet.  

Lesezeichen / Weitersagen

Bookmark and Share


 
  • Re:

    I was rlaely confused, and this answered all my questions.

Kommentar schreiben

* = Pflichtfelder
  •   



  • Bitte geben Sie hier ein Wort ein. Dies dient der Spam-Abwehr.
    Wenn Sie das Wort nicht lesen können, bitte hier klicken.* CAPTCHA-Bild zum Spam-Schutz