Experimentierfreude beim Essen

Auf einen Zusatznutzen zum Aufenthalt setzt auch Dieter Kalweit aus dem für seine Familienfreundlichkeit und den erstklassigen Service bekannten Hotel Bareiss im Schwarzwald. Sind hier in der Ferienzeit viele Kinder zu Gast, können diese in einer Gruppe das 1x1 der Tischmanieren lernen: „Eineinhalb Stunden geht es in unseren Kursen um die unterschiedlichsten Herausforderungen beim Essen – vom Hähnchenschenkel bis zu Scampi.“ Ziel ist nicht, dass Teilnehmer die Besteckfolge perfekt beherrschen, sondern dass sie respektvoll mit dem umgehen, was serviert wird, und nicht gleich die Nase rümpfen, wenn etwas Unbekanntes auf dem Teller liegt. Kinder nach einer solchen Unterweisung ins hoteleigene Gourmetrestaurant mitzunehmen, davon rät der F-&-B-Manager trotzdem ab: „Unser 8-Gänge-Menü von 3-Sterne-Koch Klaus-Peter Lumpp nimmt mindestens drei Stunden in Anspruch, was kaum ein Kind durchhält – auch wenn es bei uns in jedem Restaurant Zutritt hat und von einer eigenen Karte auswählen darf.“ Als erklärtes 3-Generationen-Hotel bietet das Bareiss zum Glück verschiedene Möglichkeiten, mit Kindern essen zu gehen: von der urigen Dorfstube bis zum eleganten A-la-carte-Restaurant.

- Dieter Kalweit, Hotel Bareiss
„Es muss ja nicht das Nierchen sauer sein. Aber Experimentierfreude beim Essen kann man durchaus lernen, wie kleine Franzosen bei uns zu Gast beweisen.“
Horizonterweiterung
Für eine Horizonterweiterung macht sich auch Schloss Elmau stark. Das Hotel für Ruhesuchende mit kulturellem Schwerpunkt liegt in totaler Abgeschiedenheit oberhalb von Garmisch-Partenkirchen und ist in der Ferienzeit Anlaufstelle für 90 Prozent Familien. Während die Eltern spazieren gehen oder im ausschließlich Erwachsenen vorbehaltenen Badehaus entspannen, werden die Kleinsten schon ab dem Alter von einem Jahr in der Krabbelgruppe bzw. im Kinderclub betreut. Größere können entweder Abenteuer inmitten der Natur erleben oder bei sogenannten „Edutainment“-Angeboten Schach lernen, philosophieren, Geschichtenteppiche weben, sich auf die Spuren großer Künstler machen, Musical und Theater spielen oder in einem Laboratorium für Kleine experimentieren und forschen. „Daheim ist es für Eltern sehr aufwendig, ihre Kinder von einem Kurs zum nächsten zu kutschieren“, weiß Heidrun Müller-Elmau, die die Kurse als studierte Realschullehrerin verantwortet. „Auf unserem Schloss Elmau hat man alles kompakt an einem Ort und kann an vier bis fünf Tagen – und das auch noch gratis – so viel Wissen mitnehmen wie sonst über Monate hinweg“, schwärmt sie.
Mehr als Zustellbetten und Kinderzimmer

- Urlaubsspaß mit den Eltern oder unter Gleichaltrigen: Hotels mit besonderen Familienangeboten überlassen ihren Gästen die Entscheidung
Wie viel Spaß Urlaub machen kann, wenn jedes Familienmitglied abgestimmt auf Alter und Interesse auf seine Kosten kommt, zeigt ein Aufenthalt im Hillside Beach Club. Von frühmorgens bis spät in die Nacht können Klein und Groß in einer Privatbucht an der Lykischen Küste drei Autostunden westlich von Antalya schlemmen, sporteln und sich amüsieren. Während die Eltern Sport treiben, vergnügen sich die Kleinen zum Beispiel bei einem Kajak-Ausflug. Zu den Mahlzeiten treffen sich dann alle wieder in den diversen Hotel-Restaurants. Die große Freiheit genießen Familien auch nachts in den großzügigen Appartements, in denen größere Kinder in einem eigenen Zimmer untergebracht sind, das durch eine Loggia von dem der Eltern getrennt ist.
Solch eine besondere Raumaufteilung bieten vor allem Hotels, die sich auf Familien spezialisiert haben. Denn während in vielen „normalen“ Hotels Kinder im Beistellbett neben den Eltern liegen oder in einem zusätzlich gebuchten benachbarten Zimmer unterkommen, haben sich beispielsweise die Swissôtels spezielle Kinderschlafzimmer einfallen lassen: auf die Bedürfnisse von Kindern bis zu 17 Jahren zugeschnittene Zimmer mit eigens für sie designten Betten und Spielzeug. Gerade bei längeren Aufenthalten profitiert die ganze Familie von einer separaten Raumaufteilung und Sonderausstattung. Denn übernachten alle im gleichen Zimmer, müssen Eltern auf den Rhythmus der Kinder Rücksicht nehmen und bis zu deren Einschlafen leise sein oder im Dunklen ausharren. Gibt es einen Extra-Raum für Kinder in unmittelbarer Nähe, kann jeder für sich sein und weiß seine Lieben trotzdem jederzeit in Reichweite.




