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Das sanfte Praia do forte

Der Pelourinho ist das afrikanische Herz von Salvador.

„Salvador?“ Ivandro schüttelt entschieden den Kopf. „Die Leute dort sind faul, korrupt, und das Essen ist schlecht.“ In den 80ern war Praia do Forte, rund 45 Autominuten nördlich vom Flughafen Salvador, ein verschlafenes Fischerdorf an einem kilometerlangen Traum­strand, an dem die Meeresschildkröten ihre Eier ablegten. Die Fischer leben heute zwar von den Boutiquen und Cantinas im autofrei­en Ort, ansonsten hat sich aber nicht viel verändert.

 

Die ganze Region ist ein Meeres­schild­kröten-Naturpark, und das schönste Strandhotel ein weitläufiges Öko-Resort der portugiesischen Tivoli-Hotels: zweistöckige Bungalows in U-Form im tropischen Garten, der sanft zu einer sichelförmigen Bucht abfällt. Alles hier ist sanft: die offene Architektur, die palmgedeckten Restaurants, die ozeanische Lobbylounge, die neuen Master-Zimmer und das Spa mit Fitness, Sauna, eigenem Spa-Pool und Thalassobädern. Ja, selbst die Pinda-Massage mit heißem Lavasand wirkt sanft und tief. Und Samba heißt hier Lachen, farbenfrohe Einhei­mische und der ewige Rhythmus des Meeres. 

Salvador – das tobende Leben

Das Luxushotel Convento do Carmo

Richtung Salvador wird der Takt afrikanisch wild. In die Lieder des Pelourinho, des Platzes, an dem die Zuckerbarone Sklaven auspeitschen ließen, mischen sich gute und böse Magie, Schmerz und Weh. Die Stadt ist Weltkultur­erbe. Schwarz. Zwei Drittel der Bewohner sind Sklaven-Nachfahren. Salvador zerfällt in zwei Zentren. Die Oberstadt mit steilen Gassen und protzigen Kirchen und die „Cidade Baixa“, die Unterstadt mit Hafendocks und dem stechend riechenden Markt São Joaquim. Der an einen Kran erinnernde Aufzug Lacerda verbindet beide. Am stilvollsten wohnt man im Convento do Carmo, einem ehemaligen Karmeliterkloster in der Altstadt. Lauschige Innenhöfe mit Pool, Bar und Restaurant lassen vergessen, dass draußen das Leben tobt mit bahianischen dicken Mamas in weißer Tracht, Capoeira-Tänzern mit schweißglänzenden Oberkörpern, Gauklern und Taschendieben. 

 

 

 

 

Zigtausende bunte Bändchen bringen Glück

Der Wunsch geht in Erfüllung, aber erst wenn sich das bunte Bändchen von alleine vom Handgelenk löst.

Der heiligste Ort Salvadors ist die Basilika mit dem Schutzpatron der Stadt: „Senhor do Bonfim.“ Zigtausendfach wehen dem Besucher bereits von Weitem bunte Bändchen entgegen, zigtausendfache ans schmiedeeiserne Portal geknotete Wünsche. Für zehn Cent pro Stück verkaufen lamentierende Händler das Glück und die Hoffnung als Souvenir direkt ans Handgelenk. Lösen muss sich das Band dann von ganz allein. Manchmal nach Tagen, manchmal nach Wochen. Und wenn das passiert, hört der Träger ganz leise noch einmal das schwermütige Lied Salvadors. Sagt man. 

 

 

 

Rio de Janeiro: Tipps und Informationen

Sofitel Avenida Atlantica, Copacabana, Classic DZ ab ca. 205 Euro,  Clublevel Luxury DZ ab ca. 367 Euro, www.sofitel.com, Tel. 0055/21/ 2525123. Beste Churrascaria: Porcao, auch bei den Cariocas beliebt

 

Karneval in Rio 13.–16.2.2010,  12.2. Krönung King Carneval,  15./16.2. Straßenparaden,  13.2. Magic Ball im Copacabana  Palace, Eintritt ab 635 US$

 

Salvador da Bahia
Pestana Convento do Carmo Rua do Carmo 1, Pelourinho, gehört zu den Leading Hotels, Tel. 0800/10101111,  www.pestana.com, 79 Zimmer,  11 Suiten, Pool, Spa, 40 Min. zum Flughafen.

Weekendpackage:  2 Nächte inkl. Frühst., 1 x Dinner, 30 Min. Spa, Stadtführung, Late Check-out ab 360 US$ p.P.

 

Praia do Forte, 5-Sterne Tivoli Eco Resort, 293 Zimmer, 3 Restaurants,  4 Bars, 8 Pools, Thalasso-Spa, Wassersport, 4 Flutlicht-Tennisplätze, Kin­derbetreuung. HP im Master Room ab 495 US$, in der Suite Deluxe  ab 820 US$, www.tivolihotels.com

 

Restauranttipp: Amado, elegant  und direkt am Meer, Ave Lafayete Coutinho, Tel. 0055/71/33223520

 

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