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Badische Küchenfee

Badische Küchenfee: Douce Steiner


Französisch-badische Highlights: Douce Steiner kredenzt im Hotel Restaurant Hirschen in Sulzburg bei Freiburg das Beste ihrer heimatlichen Grenzregion.

 

Text: Lotte Becker-Voss

Dass kleine Mädchen gerne ein Laufsteg-Model werden wollen oder ein Filmstar, ist normal. Dass eine Achtjährige auf die Frage nach ihrem Berufsziel sagt: „Köchin natürlich!“, deutet auf beeindruckende Vorbilder hin. 

 

Die hatte die kleine Douce Steiner im Gasthof Hirschen zu Sulzburg im Markgräfler Land in übergroßer Zahl: an erster Stelle natürlich ihre französische Mutter Claude (daher der Name Douce) und ihren Vater Hans-Paul, die beide mit einem Tross von Familienmitgliedern seit den 60er-Jahren an der Grenze zum Elsass eine perfekte klassisch-französische Küche anbieten. 

 

Der Übergang ist nahtlos. Die kleine Douce hat seit ihrem 16. Lebensjahr überall hineingeschnuppert: in die Schweizer Stuben und bei Georges Blanc in Frankreich, wo sie sich als einzige Frau in die Patisserie hochkämpfte, bis zu Harald Wohlfahrt, in der Taube Tonbach, wo sie ihren Ehemann Udo Weiler kennenlernte, der ihr heute als Poissonnier und als Ratgeber in allen Fragen der Kulinarik zur Seite steht. Und wenn man heute die zehnjährige Tochter des Paares, Justine, befragt, was sie werden möchte, na klar doch: „Köchin! Wer soll denn sonst das Geschäft übernehmen?“

 

Gemütlich speisen inmitten von Antiquitäten

Gänseleberterrine mit Gelee von Balsamicoessig und Melone

In den gemütlichen Stuben des „Hirschen“, angefüllt mit allen Antiquitäten und Objekten, die Hans-Paul und Claude Steiner im Laufe von über 40 Jahren gesammelt haben, umfängt den Gast eine Philosophie, die Douce Steiner so beschreibt: „Ich möchte keine klassisch-französische, ich möchte keine molekulare, ich möchte keine mediterrane Küche machen, sondern meine eigene Handschrift vorzeigen.“ Die sieht dann folgendermaßen aus: superleichte Saucen, mit natürlichen Aromen parfümiert, vom Ehemann das Tatar von der Langustine im Kartoffelstroh auf warmem Minzcoulis, Piment d’Espelette (Safran-ähnlich) und Kaviar. Die Fische kauft Papa Steiner – im Unruhestand – in Frankreich ein. Reh, Fasan, Wildhase, Schnepfen und Rebhuhn kommen aus den Wäldern ringsherum. Köstlich das Rehkotelett mit Totentrompetenkruste auf dreierlei Karotten!

 

Französisch-alemanische Küche in moderner Höchstform

Bald schon beginnt die schwarze Trüffel-Saison, Douce Steiners Liebling, dem sie in ihrem Buch „Douce Steiner – Sterneküche für zuhause“ (AT Verlag) ein ganzes Kapitel gewidmet hat. Zum Abschluss des Menüs läutet die diplomierte Küchenmeisterin mit einem warmen Schokoladenkuchen auf Orangensauce ein Schlaraffenland der Desserts ein.

Mama Claude berät immer noch den Gast in Sachen Wein. Und das bedeutet natürlich in erster Linie: Baden. Mit 40 Kreszenzen in Weiß, wie Weiß- und Grauburgunder, Gutedel und Riesling von Heger/ Keller/Johner, inklusive der gleichen  Anzahl in Rot und natürlich auch eine gute Selektion von Burgund und Loire in Weiß sowie Burgund und Bordeaux.

 

Fazit: „Hirschen“, dass heißt französisch-alemanische Küche in moderner Höchstform.

 

 

Informationen

Hotel Restaurant Hirschen

Hauptstraße 69

79295 Sulzburg

Telefon: 0763/48208

undefinedwww.douce-steiner.de

 

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